„Una Festa Sui Prati“ (Adriano Celentano & Mariano Detto)
aus: Adriano Celentano – Le Robe Che Ha Detto Adriano, 1969
Als ich klein war, wohnte meine reiselustige Tante Hannelore im 3. Stock unseres Reihenhauses. Bei ihr fanden sich plattentechnisch wahre Schätze, die mir spannende südeuropäische Alternativen zum genauso faszinierenden klassischen Plattenschrank des Papas eröffneten: Melina Mercouri, Georges Moustaki, türkische Folklore, Mikis Theodorakis, Miguel Rios, Leonard Cohen. Wurde hier der Grundstock für meine spätere Weltmusik-Vorliebe gelegt? Bei den Singles fanden sich Vicky Leandros‘ „Après Toi“ oder auch eine Canzone des oben abgebildeten Herren, der heute sage und schreibe 80 Jahre jung wird.
Adriano Celentanos „Una Festa Sui Prati“ war für mich immer die bessere Wahl vor „Azurro“: eine sich rauschhaft steigernde ländliche Party mit satten Bläsern und virilen Schrammelgitarren. Als Sechsjähriger konnte ich mir kaum irgendetwas Wilderes in der Musik vorstellen als das elefantöse Finale dieses Songs. Immer wieder habe ich der Tante die Single stibitzt, um sie in meinem Kinderzimmer auf dem Mister Hit-Plattenspieler abzuspielen. Tanti auguri, Adriano! E ugualmente grazie mille, Zia Giovanna Eleonora!
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Foto by Nancy
Alma (Österreich): Oeo (col legno)
Canzoniere Grecanico Salentino (Italien): Canzoniere (Ponderosa Records)
The Heliocentrics (UK/Slowakei): A World Of Masks (Soundways)
Masaa (Deutschland/Libanon): Outspoken (Traumton)
Alejandra Ribera (Kanada): This Island (Pheromone)
Barbara Schirmer (Schweiz): Falter (hackbrett.com)
Mônica Vasconcelos (Brasilien/UK): The São Paulo Tapes (Galileo)
Sílvia Pérez Cruz, Theaterspektakel am Zürichsee, 29.8.,
„Can’t Get It Out Of My Head“ (Jeff Lynne)
„De Cara A La Pared“ (Lhasa De Sela & Yves Desrosiers)
Foto: Etienne Dufresne
Fast neun Monate nach meiner Rückkehr aus Kanada blicke ich in mehreren kurzen Kapiteln zum Jahresende wieder über den Atlantik. Denn mittlerweile hat sich Einiges bei den Künstlern getan, die ich für die Canada 150-Serie besucht und interviewt habe. Mein Lieblingsviolinist Jaron Freeman-Fox ist dieses Jahr rastlos unterwegs zwischen Tuva und British Columbia. Zur Zeit macht er für das Projekt „Hardangers/Harbingers“ einen Stopp in skandinavischen Breiten – dieser Tage hat er mit dem Drummer Petter Berndalen in Stockholm eine fantastische Spontansession abgehalten, die er mit uns teilt. Wer mehr zu Jaron lesen möchte, 