A modern tale of Africa

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 Bull Doff, Fabrice Monteiro (Benin/Belgien):  „The Missing Link“, 2014.
Farbabzug auf Dibond, 80 x 120cm. Courtesy of M.I.A. Gallery
© Mode & Accessoires: BullDoff; Fotos: Fabrice Monteiro; Setdesign: Aam; Make-Up: Muzz Design

 

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Omar Victor Diop (Senegal): »Mame« + »Aminata« ,
Fotografie aus der Serie/ photograph from the series »The Studio of Vanities«,2013.
© Victor Omar Diop, 2014, Courtesy Magnin-A Gallery, Paris

 

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Gonçalo Mabunda (Angola), »www.crise.com«, 2012, Thron,
Collection Vitra Design Museum, Foto: Stefan Franzen

 

Einige Impressionen aus meinem Besuch der anregenden Ausstellung Making Africa im Vitra Design Museum Weil am Rhein.  Sie läuft noch bis zum 13. September.

 

 

Phetogo Tshepo Mahasha (Südafrika): „Yiy“ (Musik: Muhsinah)
Quelle: youtube

NZ unter Soul-Strom

electric wire hustleWenn von  neuseeländischer Musik geredet wird, sind Fat Freddy’s Drop in aller Munde.  Von Electric Wire Hustle allerdings spricht kaum jemand. Doch Mara TK und Taa Ninh pflegen eine so spannende Legierung aus Electronica und Soul, dass ich sie im Zweifelsfall über die Freddies stellen möchte.  Mara TK, ein rothaariger Maori, kann zudem mit dem Pfund einer Stimme wuchern, die stark an Marvin Gaye erinnert. Vor dreieinhalb Jahren waren sie bereits am Stadtmusikfestival Basel, jetzt kehren sie mit dem aktuellen Album Love Can Prevail ans Rheinknie zurück: Dringender Konzerttipp für die Kaserne am kommenden Samstag, 25.4.

Electric Wire Hustle: „Light Goes A Long Way“
Quelle: muzu.tv

 

Beckhams Fußkäse

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Heute ist der Green Belt Of Sound mal ausnahmsweise ein Green Belt of Smell.

Ich habe gelernt:
Es lässt sich Käse aus David Beckhams Fußschweißbakterien herstellen.
Der synthetisch reproduzierte Geruch von 20 Phobikern löst Panikgefühle aus.
Es herrscht ein Konsens darüber, dass ein Parfüm „grün“ riecht.
„Smellscapes“ sind Karten von Gerüchen.
Düfte machen Gebete sichtbar.

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Danke an Sissel Tolaas, Caro Verbeek, Madalina Diaconu, die beim Interdisziplinären Symposium des Museum Tinguely Basel neue Welten offenbart haben.
Die Ausstellung La Belle Haleine läuft dort noch bis zum 17.5.
Dringende Empfehlung.

belle haleine 3Fotos: Stefan Franzen

Amerikas neue Folk-Charismatikerin

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Mit den Carolina Chocolate Drops hat sie pionierhaft die Geschichte der schwarzen Stringbands Amerikas aufgearbeitet, nun setzt sie auf Soloarbeit. Die Sängerin, Geigerin und Banjospielerin Rhiannon Giddens ist das neue Gesicht der amerikanischen Folkbewegung, sie vereint Qualitäten von Joan Baez, Odetta, Dolly Parton und Nina Simone, denen sie auf ihrem Debüt „Tomorrow Is My Turn“ (Nonesuch/Warmer) allen ein sehr lebendiges Denkmal setzt. Bevor sie im Sommer einige wenige Deutschlandkonzerte spielen wird, habe ich mit ihr gesprochen. Weiterlesen

Schatzkiste #17: Soulkarussell aus Atlanta

john edwards - sameJohn Edwards
John Edwards
(Aware, 1973)

entdeckt auf der Plattenbörse Freiburg

Schöne Entdeckung heute auf dem feinen lokalen Vinylbasar. Edwards, den ich unter seinem Namen bisher nicht wahrgenommen hatte, wurde später Sänger bei den Spinners. Auf seinem Debütalbum steuert er mit kraftvollem Tenororgan durch raueren Southern Soul-Stoff, aber auch durch großartige Herzbrecherballaden mit Falsettorgien. Geschmackvolle, eruptive und frühlingshafte Mischung, fürs Repertoire hat er sich auch bei Sam Dees und den Womacks bedient.  „Hotlanta Sound“ steht auf dem Label. Passt!

John Edwards: „Exercise My Love“
Quelle: youtube

Schatzkiste #16: Kentucky Fried Funk


manzel - midnight themeManzel

„Midnight Theme“
(Dopebrother, 2004/ orig. 1973-78)

entdeckt bei Michael Chabon

Eine der großartigsten Szenen in Michael Chabons Telegraph Avenue ist der Flug des Zeppelin über die Bay Area, während dem der Medienmogul Gibson Goode unseren Held und Plattenladenbesitzer Archy Stallings für seinen Megastore abwerben möchte. (In der unausweichlich kommenden Verfilmung wird das mal kolossal aussehen.) Dazu läuft – Vinyl an Bord eines Luftschiffs, geht’s noch nerdiger? Und was hat das für Auswirkungen auf die Gleichlaufschwankungen? –  Manzels „Midnight Theme“. Die obskure Instrumentalband aus Kentucky um den Keyboarder Manzel Bush existierte von 1973 und 1978. Dopebrother Records haben vor 11 Jahren dankenswerterweise eine Kompi aus Manzels Schaffen veröffentlicht. Mein Favorit aus ihrem sehr begrenzten, aber umso funkigeren Repertoire kommt hier. Der Einsatz der Streicher bei 0:46 lässt einen – so würde es Tex Rubinowitz sagen – schreien vor Glück.

Manzel: „Space Funk“
Quelle: youtube

Side Tracks #9: Muddy in Manchester

muddy watersflagge-vereinigte-staaten-von-amerika-usa-flagge-button-50x75Muddy Waters
„You Can’t Lose What You Ain’t Never Had“
(aus der Blues & Gospel Train-Tour, 1964)

Zu seinem heutigen 100. Geburtstag: Muddy Waters, am 7.5.1964 in der Wilbraham Road Station in Chorlton-cum-Hardy im Süden von Manchester, gefilmt von Granada TV im Rahmen der Blues & Gospel Train-Tour. Die Zuschauer wurden mit dem Zug zum Konzert gefahren, wo sie Muddy schon erwartete, zusammen mit Sister Rosetta Tharpe, Sonny Terry, Brownie McGhee, Reverend Gary Davis und Otis Spann.

Muddy Waters: You Can’t Lose What You Ain’t Never Had“
Quelle: youtube