Wilder Duft aus Marrakesch

Die Veranstalter des kleinen „Rock am Bach“-Festival in Kirchzarten hatten im letzten Sommer den richtigen Riecher. Sie luden ein Quartett namens Bab L’Bluz ein, das mit seiner treibenden marokkanischen Rockenergie frenetisch gefeiert wurde. Dieser Tage bringt die Band ihr Debütalbum heraus – und das gleich mit den höchsten Weltmusikweihen, auf Peter Gabriels Label Real World. Es nennt sich „Nayda!“, ein Begriff, der in Marokko seit der Jahrtausendwende verankert ist. Damals sorgte der Wechsel im Königshaus vom autokratischen Hassan II., der seine Gegner in Kerkern dahinsiechen ließ, zum gemäßigteren Sohn Mohammed VI. für gesellschaftliche Lockerungen.

Und auch für einen Riesenschub der Musikszene: Rapper, Hardrocker und Jazzer vereinten sich in der Nayda-Jugendbewegung, Minderheiten machten sich musikalisch bemerkbar, wie die Berber und die Gnawa, Nachfahren ehemaliger Sklaven, die die Marokkaner aus Schwarzafrika verschleppt hatten. „‚Nayda!‘, das heißt im Darija, dem marokkanischen Arabisch, zum einen ‚Party‘, zum anderen steht es für intellektuelles Aufwachen, für eine aufrechte Haltung, dafür, nicht einfach der Schafherde hinterherzulaufen“, sagt Yousra Mansour, Frontfrau von Bab L’Bluz.

Die quirlige Sängerin wuchs im libertären Geist von „Nayda“ auf. Schon die Eltern hörten einen Mix aus Led Zeppelin, Michael Jackson und klassischer arabo-andalusischer Musik. Jedes Jahr pilgerte sie nach Essaouira, um im Team des weltweit bekannten Gnawa-Festival mitzuhelfen. „Ich wurde immer mehr von dieser Musik in den Bann gezogen“, erzählt sie im Telefoninterview. Was wenig erstaunt bei den kreisenden Beschwörungszeremonien, die charakteristisch sind für die Gnawa. „2017 habe ich das Spiel auf der Gimbri begonnen, die Basslaute der Gnawa, und wurde in Marrakesch für ein Gnawa-Jazz-Projekt angefragt.“ Dort lernt sie den Franzosen Brice Bottin kennen, mit ihm, dem Drummer Hafid Zouaoui und dem Flötisten Jérôme Bartolome formt sie schließlich das Quartett Bab L’Bluz.

„Wir verstehen uns als erweitertes Powertrio im Geiste der Bands von Jimi Hendrix. Die Grundenergie heißt Rock, aber dann kommen Zutaten aus den marokkanischen Provinzen, aus der Gnawa- und Berbermusik, aus der Poesie der Hassania in Mauretanien dazu“, erläutert sie den Stilmix. „Bab L’Bluz“ bedeutet „Tor zum Blues“, zum afrikanischen freilich, viel älter als sein US-Bruder. Es packt einen beim Hören des Albums, etwa im ekstatischen Mondlied „El Gamra“ oder dem psychedelischen „Ila Mata“. Denn Bab L’Bluz heben sich aus der Fülle der oft behäbigen, ewig in Fünftonskalen kreisenden Desert Blues-Bands knackig heraus. Das liegt an der Kombination der Gimbri und der kleineren, eine Oktave höher gestimmten Awicha, sie übernehmen die Rollen von E-Bass und Stromgitarre, tönen aber weitaus ruppiger, trockener. Darüber legt Yousra Mansour ihre melismatischen Vocals, rauchige Flötengirlanden umschweben sie.

Bab L’Bluz: „El Watane“
Quelle: youtube

„Man hört dem Album eine gewisse Schizophrenie an“, lacht Mansour. „Ausgearbeitet wird das Rohmaterial im modernen Lyon, unserer zweiten Heimat, aber die Entwürfe der Songs passieren in Marrakesch, dieser sehr traditionellen und touristischen Stadt.“ Marrakesch mit seinem verwirrenden Gemisch aus Volksgruppen, Klängen und Düften gilt auch als „Tor zur Wüste“, und der Saharawind weht ständig hinein in die Songs von Bab L’Bluz. „Ich habe eine große Verehrung für die Kultur der Hassania in Mauretanien“, sagt Mansour. „Ein Song geht auf die Tebraa-Poesie der mauretanischen Frauen zurück, die in einer sehr konservativen und patriarchalen Gesellschaft ihre eigene Liebeslyrik als Geheimbotschaften an die Verehrten entwickelt haben.“

Die Frauen, das ist auch Mansours Einschätzung, haben sich generell in den letzten Jahren ihren Platz in der marokkanischen Musikindustrie erobert. Doch in anderen Belangen hat die Staatsführung bei aller Imagepflege in Richtung Europa im Innern wieder den Rückwärtsgang eingelegt. Konnte der als Versöhner geltende König Proteste während des „Arabischen Frühlings“ 2011 noch mit Verfassungsreformen im Zaum halten, hat sich seit 2016 ein neuer Widerstandsgeist in der Bewegung „Hirak El-Shaabi“ formiert – als Antwort auf die Unterdrückung der Berber im Rif-Gebirge, auf Polizeigewalt, Korruption und auf die Beschneidung einer regierungskritischen Presse bis hin zur Inhaftierung von Aktivisten und Journalisten.

Yousra Mansour äußert sich vorsichtig: „Niemand verbietet in Marokko den Ausdruck künstlerischer Freiheit. Man darf seinen Ärger immer höflich zur Sprache bringen, aber natürlich nicht zur Gewalt aufrufen.“ Und sie gibt zu bedenken: Kein Land auf der Welt sei doch frei von Mechanismen der Manipulation. Das ungezähmte Erbe der Nayda-Bewegung, es ist bei Bab L’Bluz also vielmehr musikalisch als politisch zu verstehen. Und so sind auch die Zeilen ihrer Single “Ila Mata” heute beileibe nicht nur auf Marokko anwendbar: “Eine Furcht ist in uns gewachsen, unsere Gehirne sind Gefangene geworden und unsere Unterschiede werden kriminalisiert. Wie lange noch wird Ungerechtigkeit herrschen? Wie lange noch wird Gewalt glorifiziert?“

© Stefan Franzen, erschienen in der Badischen Zeitung, Ausgabe vom 12.06.2020

Radiotipp!
Am Dienstag, den 16.6. sind Bab L’Bluz in SRF 2 Kultur im Rahmen der Sendung Jazz & World aktuell mit meinem Beitrag zu hören (Wdh. am Freitag, den 19.6. ab 21h)

Bab L’Bluz: „Ila Mata“
Quelle: youtube

SWR 2 Musikstunde: Der Atem des Himmels

Foto: Stefan Franzen

Liebe Freund*innen,

Mundschutz und Mindestabstand bestimmen seit März unseren Alltag. Die Sehnsucht nach freiem Durchschnaufen, nach sinnlicher Erkundung der Umwelt steigt. Auch deshalb darf ich euch zu dieser ganz besonderen Musikwoche im Südwestrundfunk einladen.

„Der Atem des Himmels – eine musikalische Geschichte der Düfte“
SWR 2 Kultur, 25. – 29.05.2020, jeweils 09h05 – 10h

„Parfums sind Symphonien und Parfumeure Komponisten. In der Kunst ist die Parfümerie die duftende Nachbarin der wohlklingenden Musik“, bemerkte einst Jean Cocteau. Zu welchen Liedern, Chansons, Songs, Symphonien oder Opernarien regten die Harze und Kräuter der Antike, die Blüten und Früchte des Mittelmeers, die Hölzer und Gewürze des Orients die musikalische Fantasie an? Welche Werke entstanden als Widmung an duftende Persönlichkeiten wie die Königin von Saba, Kleopatra, Louis XIV oder Coco Chanel? Und umgekehrt gefragt: Wie duften Puccinis Cio Cio San oder Tschaikowskys „Pique Dame“, welche Aromen verströmt ein Flamenco oder ein Tango in der Vorstellung der Parfumeure? Um all diese nie ganz greifbaren, doch gerade deshalb immer schillernden, synästhetischen Abenteuer zwischen Nase und Ohren geht es in dieser Musikwoche, über 5000 Jahre hinweg, über fast alle Erdteile, von Babylon bis nach Buenos Aires, von den Pharaonen bis zu Kate Bush.

1. Von Myrrhe, Weihrauch und Balsam – die Wohlgerüche des Altertums (25.05.)

2. Tausendundein Aroma – die Düfte des Orients und Asiens (26.05.)
3. Vanille, Zimt, Orange und Jasmin – von den Tropen ins Mittelmeer (27.05.)
4. Könige, Romantiker und Synästheten – Streifzüge durch Europas Dufthistorie (28.05.)
5. Von Coco Chanel bis Kate Bush – Parfums der Neuzeit (29.05.)

Danke: der Osmothèque in Versailles für das Duftseminar, meiner Mutter Marlies Franzen für ihre biblischen Recherchen und meinem Vater Herbert Franzen für seine Gedichtübertragungen von Charles Baudelaire.

https://www.swr.de/swr2/musik-klassik/der-atem-des-himmels-eine-musikalische-geschichte-der-duefte-1-swr2-musikstunde-2020-05-25-100.html

Die Sendungen sind nach der Ausstrahlung eine Woche lang in der SWR-Mediathek abrufbar.

Yma Sumac: „La Flor De Canela“
Quelle: youtube

Mit dem Cello um die halbe Welt

Matthieu Saglio
El Camino De Los Vientos
(ACT/edel)

Das Wesen des Windes ist es, dass man manchmal nicht weiß, woher er kommt und wohin er geht, sagt Matthieu Saglio. Daher taugt er gut als Pate für sein Album: El Camino de los Vientos, der Weg der Winde, ist ein poetisches Bild für die unvorhersagbare Kreativität, die der französische Cellist durch die vielen Begegnungen für dieses Werk erfuhr. Ein Etikett möchte Saglio nicht auf seine Musik kleben, betont er. Nach einer klassischen Ausbildung hatte er immer wieder Lust, andere Gefilde zu erkunden, Einflüsse aus dem Jazz aufzunehmen, auch der Flamenco war wichtig, gerade in seiner Wahlheimat, dem spanischen Valencia. Dazu kommen auf seinem neuen Werk Elemente des arabischen Kulturraumes, aus Schwarzafrika, aus Indien, ein Mosaik, das der Geschichte Valencias mit ihren griechischen, römischen, westgotischen und maurischen Prägungen gleicht. Um dieses Mosaik aufregend zu gestalten, hat Saglio neben lokalen Musikern und Familienmitgliedern etliche berühmte Künstler eingeladen. Da ist der vietnamesische Gitarrist Nguyên Lê, der im zentralen Stück „Caravelle“ ein Schiff über den Ozean geleitet, auch mal Erinnerungen an Maurice Ravel liefert.

Der derzeit angesagte Akkordeonist Vincent Peirani tanzt mit Saglio einen „Boléro triste“, in „Amanecer“ lässt der Norweger Nils Petter Molvær mit seiner Trompete die Sonne aufgehen. Ein bewegender Moment auch, wenn Saglios Bruder Camille mit seiner Vokalkunst in „Atman“ in die Stimmung Indiens versetzt. Und immer wieder: Saglios wunderbar melodiöses, sangliches Cellospiel. Es erinnert mal an Barockmusik, mal an eine Flamencogitarre, wenn die Saiten gezupft werden, wirkt auch in virtuosen Läufen noch schwerelos. Umrahmt wird die Dramaturgie des Albums von zwei Stücken, die auf verschiedene spirituelle Sphären verweisen. Zu Beginn des Beitrags der allmorgendliche Ruf des Muezzins, ein fiktives, erfundenes Gebet auf den Saiten. Und am Ende kehrt man in die christliche Umgebung zurück, mit einem Solostück namens „Les Cathédrales“: Einen Cellisten, der ganz allein in einer Kathedrale sitzt, und dessen Klang hoch ins Gewölbe fliegt, habe er sich da vorgestellt, sagt Saglio. Die Spiritualität vereine die Menschen, das ist seine Überzeugung, und jeder soll eine Religion praktizieren oder auch gar keine, ganz wie er und sie es möchte. Für Matthieu Saglio gibt es da – ähnlich wie in seiner Musik – keine Barrieren.
© Stefan Franzen

Matthieu Saglio stelle ich mit seinem Album am Dienstag, den 28.4. ab 20h in der Sendung Jazz & World aktuell im Schweizer Radio SRF 2 Kultur vor, hier im Live-Stream: https://www.srf.ch/sendungen/jazz-aktuell/mit-annina-salis-49

Matthieu Saglio: „El Camino De Los Vientos“ (Teaser)
Quelle: youtube

Ravi Shankar 100


Eine weitere Folge aus !green belt ON AIR! befasst sich mit einer Jahrhundertlegende:

Er beeinflusste Jazzer wie John Coltrane oder John McLaughlin, Bands wie die Beatles und die Byrds, und er war wider Willen ein Guru der Hippies. Ravi Shankar ist bis heute der wohl weltweit bekannteste und einflussreichste indische Musiker. Am 7.4. wäre er 100 Jahre alt geworden. In meinem Beitrag fürs Schweizer Radio SRF 2 Kultur blicke ich in der Sendung „Jazz & World aktuell“ auf das Werk des 2012 verstorbenen Sitarmeisters zurück und stelle die Jubiläums-CD-Box „Ravi Shankar Edition“ vor, die den Musiker vor allem im Licht seiner Teamworks mit Musikern der europäischen Klassik zeigt: mit Yehudi Menuhin oder den Dirigenten André Previn und Zubin Mehta.

Die Sendung ist im Live-Stream am Dienstag, den 7.4. ab 20h hier zu hören und wird am Freitag, den 10.4. um 21h wiederholt. In der Schweiz ist er auch noch nachträglich abrufbar.

Ravi Shankar at Monterey, 1967
Quelle: youtube

Grillen grillen

„Was bei uns in so kurzer Zeit passiert ist, ist kaum vergleichbar mit einer anderen Band in letzter Zeit“, sagt Bassist Lukas Kranzelbinder. „Und das meine ich jetzt nicht selbstlobend, sondern einfach euphorisch, begeistert darüber, wie das alles explodiert ist.“ „Bei uns“, das heißt beim Septett Shake Stew, in dem sich mit hochsolistischem Bläsersatz sowie doppelt besetztem Schlagzeug und Bass eine neue Jazzdimension öffnet. Eine, die arabische Farben und afrikanisches Flair einbezieht, die Filigranes mit Funk und Free verknüpft. Regelmäßig rastet das Publikum bei Shake Stew-Shows aus, bekundet seine Sympathie mit „Schreien von ganz innen“, wie Kranzelbinder erzählt, mit Komplimenten wie „eure Musik kann die Toten erwecken“.

Was ist das Geheimnis dieses jungen Haufens exzellenter Musiker, in denen Persönlichkeiten von der Steiermark bis Hamburg aufeinanderclashen? Zunächst ist es die harte Arbeit am Arrangement. Nachdem Kranzelbinder die Stücke geschrieben hat, arbeiten die Bandmitglieder von der vierköpfigen Rhythm Section ausgehend detailliert an den Grooves und Patterns. „Ich gebe zunächst ganz klar alles vor, und ich bin auch der Leader, aber was dann musikalisch passiert, ist das Ergebnis eines Kollektivs“, sagt der 31-jährige Klagenfurter. Dieses Ergebnis ist derzeit nicht nur auf der Bühne zu belauschen, sondern auch auf dem Magnum Opus der Band, „Gris Gris“, ihr drittes Werk, das während eines intensiven zweitägigen Studio-Flows in eine Doppel-CD ausgeufert ist.

„Klar, ich mag schon die frühe Phase von Dr. John und sein Debütalbum ‚Gris Gris‘“, preist Kranzelbinder die im letzten Sommer verstorbenen New Orleans-Ikone. „Aber wir beziehen uns auch auf den Begriff, der viel älter ist: Er bezeichnet in etlichen Kulturen ja ein Objekt, einen Fetisch, der Energie verleiht, ganz wie in unserer Musik.“ In den mitunter 15 Minuten und mehr dauernden neuen Stücken offenbaren sich tatsächlich spiralförmige Steigerungen, die zuweilen in Ekstase münden können. Da entlädt sich in „I Can Feel The Heat Closing In“ eine hitzige Jagd zwischen Swing und Free zu epischen Trompeten- und Saxophonsoli. New Orleans und zugleich der Miles der Cool-Ära lugen in „No More Silence“ durch die Blechtextur.

Mit geheimnisvollem Mäandern und anschließender Sax-Ekstase wird in „You Let Go You Fly“ den Rhythmen der marokkanischen Gnawa-Bruderschaften gehuldigt. „Für mich ist die Musik der Gnawa wahnsinnig magisch“, sagt Kranzelbinder. „Seit ich begonnen habe, die archaische Gnawa-Laute Gimbiri zu spielen, hat das auch meinen Zugang zum Bass verändert. Und ich kann mich sehr gut mit dem Trance-Aspekt identifizieren: Da werden ja die Geister angerufen, und ich bin der Überzeugung, dass Musik dazu da ist, die Menschen zu erhöhen, sie ‚raufzubringen‘.“ „Raufgebracht“ werden die Hörer auch mit einem epischen Stück wie „Grilling Crickets“, das er bei großer Hitze als Spannungsbogen zwischen Sahel-Blues und der Saitensprache eines Bill Frisell komponierte und das schließlich in Disco-Flair mündet. Für die Bühne dürfte das jede Menge Zündstoff geben. Wie fasst Kranzelbinder das Erlebnis einer Shake Stew-Show zusammen? „Unglaubliche Konzentration und Fokus, gepaart mit körperlicher Energie am Limit.“

© Stefan Franzen, dieser Artikel erschien in der bz basel, Ausgabe 09.01.2020

Radiotipp: am 14.1. sendet SRF 2 Kultur in der Sendung „Jazz & World aktuell“ meinen Beitrag mit dem Interview mit Lukas Kranzelbinder ab 20h, hier im Live-Stream

live: 14.1. Theaterforum Gauting, 16.1. Moods Zürich, 17.1. Sudhaus Tübingen, 18.1. Kulturtreff Baudergraben Altdorf bei Nürnberg

Shake Stew: „Grilling Crickets In A Straw Hut, pt.1“
Quelle: youtube

Large Landscapes


Mit dem beginnenden Jahr 2020 eröffne ich eine neue Rubrik:
!green belt ON AIR!
Hier weise ich auf meine Radiobeiträge hin, was ich bisher im Rahmen des Blogs nur unregelmäßig getan habe.

Los geht es mit der Klarinettistin Rebecca Trescher, die zu den interessantesten Persönlichkeiten der jungen deutschen Jazz-Szene zählt.
Mit ihrem Large Ensemble setzt die Nürnbergerin die Tradition eines Gil Evans fort, für eine große Gruppe im Bigband-untypischen Sound zu arrangieren, und hält sich mit ihren großen Klanglandschaften im Spannungsfeld von Klassik, Neuer Musik und Jazz auf. Zu ihren Inspirationsquellen gehören neben Evans Ravel, Messiaen und Strawinsky genauso wie Brad Mehldau oder Steve Reich.

Über ihr neues Album Where We Go habe ich mit Rebecca gesprochen, die sich gerade für ein Stipendium in Paris aufhält.
Meinen Beitrag könnt ihr hier in der Sendung Jazz & World aktuell am Di, 7.1. ab 20h auf SRF 2 Kultur im Live-Stream hören, wiederholt wird die Sendung am 10.1. um 21h. In der Schweiz ist er auch noch nachträglich abrufbar.