Arabesque #12

OLYMPUS DIGITAL CAMERAVerloren in der Medina.

Freitagnachmittags ist eine gute Zeit, um die Medina von Fès zu erkunden. Die Läden sind geschlossen, mann weilt in der Moschee, ohne allzu viel Behelligung lässt es sich durch die verlassenen, abschüssigen Gassen streifen. Doch es gibt eben auch nicht viele Menschen, die einem aus dem Labyrinth wieder heraushelfen.

Sich eine Stunde lang ganz bewusst zu verirren in diesem größten Gewirr der islamischen Welt mit seinen gelben Trutzmauern (die dritte Medinafarbe nach Marrakech Lehmrot und Essaouiras Weiß) gleicht noch einem Abenteuer, ab der zweiten Stunde wird es mühsam.

19km Umfang hat dieser alte Teil von Fès angeblich, im Herzstück die Kairaouine-Moschee, in der 20.000 Gläubige Platz finden.
Die unmittelbare Wirkung dieser gigantischen Mausefalle ist eher beunruhigend denn faszinierend, starke Benzin- und Uringerüche umwehen den Verirrten, ab und an trifft man mal auf einen Schuhmacher oder einen Naschwarenhändler, die ihre Pforten nicht geschlossen haben, kichernde Mädchen, Fußball spielende Jungs. Selbst die dicken Regentropfen am Schluss der mäandernden Wanderung finden hier nur vereinzelt hinein.

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 alle Fotos © Stefan Franzen

 

 

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