Lichtstrahl als Wegweiser


Foto: Lucia Durietz

Electro Cumbia – ein Stil, der seit 10 Jahren in der globalen Musik mitmischt und von Kolumbien und Argentinien ausgehend den ganzen Erdball erobert hat. Schillernde Queen der Electro Cumbia ist die Argentinierin Mariana Alejandra Yegros, kurz La Yegros.

Was sich hinter dieser Musik verbirgt und wie La Yegros ihn auf ihrem neuen Werk HAZ („Lichtstrahl“) verarbeitet hat, das erfuhr ich im Gespräch mit der Sängerin aus Buenos Aires, die mittlerweile in Paris lebt.

SRF 2 Kultur sendet meinen Beitrag am Dienstag, den 14.05. ab 20h in der Sendung Jazz & World aktuell.

La Yegros: „Donde“
Quelle: youtube

50 Jahre Nelkenrevolution – Die politische Poesie von José Alfonso

Foto: Nick Boothman

Heute darf ich auf die Musikpassagen von SWR Kultur hinweisen, die zum 50. Jahrestag der portugiesischen Nelkenrevolution nochmals meine Sendung über den Liedermacher José Afonso ausstrahlt:

SWR Kultur – Musikpassagen
Donnerstag, 25.04.2024 – 20h03-21h
50 Jahre Nelkenrevolution – Die politische Poesie von José Alfonso

von Stefan Franzen

Sein Lied „Grândola, Vila Morena“ gab am 25. April 1974 das Startsignal für die Nelkenrevolution. Für viele Portugiesen ist José Afonso eine der wichtigsten Persönlichkeiten des Landes. Nun wird sein Werk auf dem eigens gegründeten Verlag Mais 5 neu aufgelegt.

Lehrer, Sänger, Antifaschist – die biographischen Facetten des 1987 verstorbenen Liedermachers sind vielfältig. Mit bildreicher Poesie kämpfte er gegen die Diktatur, wurde zum Sprachrohr der Arbeiter und Studenten, zur Ikone des Neubeginns. Seine Musik gilt als pionierhaft: Sie vereint Volksliedtraditionen mit afrikanischen Einflüssen, eine ausdrucksstarke Stimme mit spannenden Arrangements. Im Gespräch mit Afonsos Tochter Helena und dem Musikproduzenten Nuno Saraiva sowie anhand seiner musikalischen Meilensteine zeichnet Stefan Franzen das Bild eines Mannes, der mit seinem humanistischen Ansatz wieder hochaktuell ist.

José Afonso: „Venham Mais Cinco“
Quelle: youtube

Radiotipp: Refugien – musikalische Zufluchten

Edvard Griegs Komponierhäuschen am Nordåsvannet, Januar 2009 (Foto: Stefan Franzen)

Refugien – musikalische Zufluchten
Die Musikstunde – SWR Kultur
15. – 19.04.2024, 9h05 – 10h00

von Stefan Franzen

Refugien, Rückzugsorte, Fluchtpunkte – gerade in unserer krisenbeladenen Zeit sind sie gefragter denn je.

Auch die Musikgeschichte kennt natürlich Refugien: Komponist*innen verkriechen sich gerne in spartanischen Häuschen oder genießen Waldeslust und Inselglück, Pop- und Weltmusiker*innen graben sich in Studios in der ländlichen Isolation ein. Als Refugium kann aber auch eine prächtige Villa oder eine steinerne Festung dienen.

Die Musikstunde begibt sich auf Zufluchtssuche zwischen dem brasilianischen Rio und dem norwegischen Bergen, zwischen Mallorca, Massachusetts, dem Iran und dem Wörther See. Mit Musik von u.a. Edvard Grieg, Sergej Rachmaninoff, Paul Hindemith, Kayhan Kalhor, Kate Bush, Joni Mitchell, Beirut, Etta Scollo und Gustav Mahler.

Zu hören live auf SWR Kultur oder in der SWR Kultur App / der ARD Audiothek.

Refugien – Musikalische Zufluchten (1-5) – SWR Kultur

Edvard Grieg: „Violin Sonata No. 3 in C Minor, Op. 45: II. Allegretto espressivo alla romanza“ (Eldbjørg Hemsing)
Quelle: youtube

Statt Lagoa Lac Léman

Im jungen Schweizer Jazz ist er eine große Entdeckung. Der Genfer Gitarrist Louis Matute findet Schönheit in Samba, Salsa und Son, in Morna und Bolero – und er verbindet das alles zu einer jazzbetonten Fantasiewelt.

Mit Matute habe ich über das neue Album seines Large Ensembles, Small Variations From The Previous Day gesprochen – und über seine Liebe zur brasilianischen Sängerin Joyce Moreno, die er im Oktober im Zürcher Moods bei einem denkwürdigen Konzert begleitet hat.

SRF 2 Kultur sendet meinen Interviewbeitrag am heutigen Dienstag, den 19.3. ab 20h, wiederholt wird er am Freitag, den 22.3. ab 21h.

Lucia Cadotsch, Louis Matute und Geburtstagsgruss an Joachim Kühn – Jazz und World aktuell – SRF

Louis Matute: „Narcissus“
Quelle: youtube

Orchestrales Mosaik der Zukunft

Mosaik der Zukunft – Das Orquestra de Músiques d’Arrel de Catalunya
SRF 2 Passage – 12.01.2024


Katalonien, der Nordosten der iberischen Halbinsel, tickte schon immer eigensinniger als der Rest Spaniens. Mit dem jungen Orquestra de Músiques d’Arrel (kurz: OMAC) drückt sich das auch musikalisch zwischen Volksmusik, Jazz, Klassik, Poesie und Tanz aus.

30 Musikerinnen und Musiker um die 30 Jahre aus Barcelona und Umland, den Pyrenäen und von den Balearen. Regionale Blasinstrumente, eine Jazz-Sektion, klassische Streicher, eine atemberaubende Sängerin und ein vor Ideen sprudelnder Komponist und Dirigent. Das sind die Zutaten für einen mitreißenden Sound, der die Brücke von der Vergangenheit in die Zukunft baut.

Ich habe mich im letzten April vor Ort auf die Spuren eines einzigartigen musikalischen Unternehmens begeben und dabei eine der kulturell reichsten Regionen Europas kennengelernt. SRF 2 Kultur strahlt meine Reisereportage am Freitag, den 12.1. ab 20h in der Sendung Passage aus, zu hören nach der Ausstrahlung auch im Podcast.

Mosaik der Zukunft – das Orquestra de Músiques d’Arrel de Catalunya – Passage – SRF

Im Geiste Coltranes

Der Berner Bassist Bänz Oester ist seit vier Jahrzehnten durch etliche Schweizer und internationale Formationen bekannt. In seinem Quartett The Rainmakers musiziert er mit zwei Südafrikanern und einem Spanier, und ihr Sound lebt von verschiedensten Inspirationen. Auf dem neuen Live-Album Gratitude huldigen die vier Musiker unter anderem der Ära des Spiritual Jazz, aber auch rumänische und indisch gefärbte Töne sind zu vernehmen.

In Basel habe ich Bänz Oester getroffen, um über das neue Werk zu plaudern. SRF 2 sendet meinen Beitrag am Di, 5.9. in der Sendung Jazz & World aktuell ab 20h.

Gratitude erscheint am 8. September auf enja records.
Viel Spaß beim Zuhören!

Bänz Oester & The Rainmakers live

Geschichten aus dem Breinländ


Ein Kontrabass, und wie er die Welt sieht: So könnte man die Vision von Georg Breinschmid beschreiben. Bassist, Komponist, Arrangeur, Bandleader, Liedschreiber, Schauspieler und Wortakrobat: Dieser Mann ist eine der spannendsten Persönlichkeiten Österreichs. Die Wiener Philharmoniker und das Vienna Art Orchestra als Lehrjahre, Experimente zwischen Balkan, Dadaismus und Soul, immer wieder die originelle Rückkehr zum Wienerlied, und vor allem das aktuelle Album Classical Brein: Über all das hat Georg Breinschmid mit mir bei einem langen Frühstück geplaudert.

Für die JazzFacts im Deutschlandfunk habe ich daraus ein Porträt des Wiener Musikers erstellt: Die „Geschichten aus dem Breinländ“ werde am Donnerstag, den 22.6. von 21h05 – 22h ausgestrahlt, danach sind sie eine Woche lang online nachzuhören.

Brein,Schmid & Gansch: „Ragga“
Quelle: youtube

Track Sounds – Die Musik der Schienen

SWR 2 Musikstunde
Track Sounds – die Musik der Schienen
12.06. – 16.06.2023, 9h05 – 10h

von Stefan Franzen

Schnauben, rattern, pfeifen, quietschen und rauschen – für viele ist die Eisenbahn selbst schon Musik. Von den Signalhörnern der Lokomotiven bis zum rhythmischen Klappern der Schwellen sind die Sounds der Züge während der letzten 180 Jahre in Orchesterstücke, Kammermusik, Jazztunes, Minimal Music, Lied, Chanson, Folk- und Popsongs eingebaut worden.

Dina El Wedidi: „Bzogh Elamar“
Quelle: youtube

Doch Eisenbahnmusik ist weit mehr als Klang gewordenes Geräusch. Selten geht es in ihr um eine simple Fahrt von A nach B, gerade die Nebenstrecken und Abstellgleise erzählen die reizvollen Geschichten: von Wartenden am Gleis, von Bahnarbeitern und Hobos, von geheimnisvollen Abzweigungen und verpassten Chancen, vom Rauschen durch die Nacht, vom Geraten auf die schiefe Bahn. Züge gleiten und geleiten in die himmlische Sphäre, oder sie fahren in die Unterwelt, stürzen in höllische Schlünde.

Aaron Copland: „John Henry“
Quelle: youtube

In dieser Woche zeigt die SWR 2 Musikstunde einen Railroad Movie für die Ohren – lassen wir uns überraschen, wohin die Reise auf musikalischen Schienen geht.

Al Greene: „Back Up, Train“
Quelle: youtube

 

Wohin statt Woher!

Rabih Lahoud von Masaa (Foto vom Künstler zur Verfügung gestellt)

Drei deutsche Jazzmusiker und ein deutsch-libanesischer Sänger-Poet: Aus dieser Kombination entsteht bei Masaa eine einzigartige Klangwelt. Die Stimme der Band, Rabih Lahoud, reflektiert im Interview über das Ankommen in Deutschland, sein Verhältnis zu einer sich verändernden arabischen Sprache und über die Kategorisierungen in Weltmusik und Jazz.

aktuell: SRF 2 Kultur strahlt meinen Beitrag mit Masaa am Dienstag, den 2.5. ab 20h in der Sendung Jazz & World aktuell aus: Radio SRF 2 Kultur – SRF

Rabih Lahoud, wenn man das neue Masaa-Album Beit (Veröffentlichung: 28.4.) hört, hat man den Eindruck, dass die Musiker sehr direkt die Hörer ansprechen, der Sound ist nah und warm. „Beit“ bedeutet ja auch „Haus“, „Heim“. Heißt das, Masaa sind nach Jahren der Wanderschaft zuhause angekommen?

Lahoud: Das würde ich bejahen, zumindest ist auch das mein eigenes Gefühl. Nach 20 Jahren bin ich jetzt hier ein bisschen mehr angekommen. Die Hälfte meines Lebens bin ich jetzt hier, mitgestaltend, nicht als Gast. Ich sage nicht mehr: „Hier bin ich woanders“. Sondern: „Jetzt bin ich hier“. Und diese Musik, diese meine Ideen tragen dazu bei, wie die Klanglandschaft hier ist.

Was bedeutet Beit als Albumthema genau, in einer Zeit, in der immer mehr Menschen gezwungen sind, ihren Schutzraum zu verlassen, in der viele Häuser zerstört werden, durch die gewaltige Explosion im Hafen von Libanon, durch den Krieg in der Ukraine? Haben diese Ereignisse Einfluss gehabt auf die Entstehung der Platte?

Lahoud: Ja, absolut. Das ist eine Überlegung, die sich intensiviert hat nach diesen Ereignissen. Ich sehe das Konzept von „Haus und Heim“ als ein doppeltes. Zum einen, das historische Sesshaftwerden der Menschheit. Zum anderen aber auch etwas Internes: Was bedeutet das wirklich, sich zuhause zu fühlen? Was für viele Menschen normal ist, jst heute für viele, viele nicht mehr selbstverständlich, sondern ein Privileg geworden. Am Ende des Titelstücks singe ich immer wieder: „Keine Häuser zerstören, Häuser bauen!“ Das kann man auch metaphorisch verstehen. „Hatdem“ heißt zerstören, „dammara“ aufbauen. Die arabische Sprache ist da sehr rhythmisch in ihrer Struktur, und daher hört sich das fast an wie ein Spiel mit Rap.

Daheim kann man sich ja auch in einer Sprache fühlen. Auf früheren Alben haben Sie auch auf Deutsch gesungen, das ist jetzt weggefallen, die meisten Ihrer Texte sind auf Arabisch, und die sind länger geworden als früher. Ist das Arabische trotz der langen Abwesenheit vom Libanon immer mehr Ihr Zuhause?

Lahoud: Ich glaube schon. Meine Beziehung zum Arabischen hat sich verändert. Ich fühle mich wohler im Sprechen, deshalb verwende ich vielleicht auch mehr Wörter. In meinem Alltag als Jugendlicher war vor allem der Klang der Sprache etwas Schönes, nicht die Bedeutung der Worte. Jetzt langsam haben für mich die Wörter neue Bedeutungen, neue Erfahrungen, ich habe das Gefühl, ich kann das zulassen. Es klingt jetzt mehr nach Rabih als nur nach Arabisch.

Wo steht die arabische Sprache heute als künstlerisches Ausdrucksmedium?

Mein Gefühl ist, dass die arabische Sprache etwas durch die osmanischen und europäischen Einflüsse eingebüßt hatte. Besonders im Libanon war dieser Einfluss ja groß und wir haben dort heute eine Mischung von Sprachen. Das ist einerseits wunderbar, denn der Mensch ist ein Wesen, das sich anpassen kann, um der Kommunikation willen Dinge transformieren kann. Das ist insbesondere ein libanesischer Wesenszug: Man verlässt Identitäten, um in Kommunikation zu bleiben, es geht darum, dass man sich versteht. Andererseits hat diese wunderbare Sprache dadurch auch ein bisschen ihr Herz verloren, indem sie sich vielleicht minderwertig oder nicht up to date fühlt. Denn es gibt viele Wörter der modernen Welt, für die das Arabische heute keine Entsprechungen hat. Das Arabische braucht meiner Meinung nach eine künstlerische Unterstützung. Es darf nicht die Fähigkeit verlieren, dass man Schönheit und Zärtlichkeit und Kraft ausdrücken kann.

Verändert sich die arabische Sprache auch durch die Umwälzungen seit dem „Arabischen Frühling“?

Lahoud: Ja, total. Ich fühle einen Umbruch, eine Wende, eine Veränderung im Bewusstsein der jungen Menschen, vor allem der Generation, die jetzt nachkommt, nach dem „Arabischen Frühling“. Die Sprache wird als etwas behandelt, das wiedergeboren werden muss. Ich habe den Eindruck, junge Leute verwenden in den Social Media Dialektausdrücke aus den einzelnen Regionen jetzt pan-arabisch, und dadurch entsteht eine neue Hochsprache, eine neue Ausdruckskraft. Das wird in den nächsten zehn, fünfzehn Jahren auch in den Strukturen der arabischen Gesellschaft sichtbar werden.

Haben Sie nur zur arabischen Sprache eine neue Einstellung gewonnen, oder auch zur Musik Ihrer ersten Heimat?

Lahoud: Früher habe ich nicht mit arabischen Skalen gearbeitet, war eher auf Distanz. Inzwischen fasziniert mich die klassische arabische Musik und ich recherchiere über sie. Ich merke jetzt, wie wertvoll das ist, wenn wir diese Schatzkiste in den Masaa-Sound hineinnehmen. Ein Stück auf „Beit“, eine Widmung an den Musiker „Zeryab“ aus dem Córdoba des 8./9. Jahrhunderts, steht zum Beispiel im Nahawand-Modus. Das ist eine Skala, die mit dem europäischen Moll verwandt ist. Aber es gibt in der arabischen Musik eben viele Molls: In Aleppo hört sich Moll durch andere Mikrointervalle ganz anders an als in Kairo. Durch diese feinen Unterschiede öffnen sich ganz verschiedene Welten.

Im Stück „Nabad“ gibt es die schöne Zeile: „Nimm das Gewicht der Vorfahren weg“. Ist das ein Plädoyer dafür, dass wir uns als bloße Menschen begegnen sollten, unbelastet von politischen Altlasten der Vergangenheit?

Lahoud: Ja, in dem Sinne: Wir müssen leichter damit umgehen, mit welchen Menschen wir uns verbinden, um es der Zukunft zu ermöglichen, dass sie anders aussieht. Das gilt aber auch für das überholte Denken in musikalischen Stilen. Wir müssen uns von der jahrzehntelang gehegten Sortierarbeit befreien, in der es immer hieß: „Was ist Jazz, was ist Weltmusik?“. Das ist für mich auch ein Gewicht. Die Einordnung unserer Band in die „Weltmusik“ ist nicht immer böse gemeint, aber der Begriff fragt immer wieder: „Woher kommst du?“ Jazz in seinem ursprünglichen Geist fragt eher: „Wohin willst du? Was willst du mit dem machen, was du hast?“ Lass uns Musik so betrachten: Guckt sie wohin? In die Zukunft? Macht sie Hoffnung? Vibriert sie im Magen oder nicht? Und lass uns das suchen und stärken und fördern.

© Stefan Franzen, erschienen auf qantara.de

Masaa: „Freedom Dance“
Quelle: youtube

SWR 2 Musikstunde: Der Atem des Himmels (Wdh.)

Foto: Stefan Franzen

Liebe Freundinnen und Freunde,

SWR 2 wiederholt ab Montag, den 30.01. meine Musikstunde von 2020:

„Der Atem des Himmels – eine musikalische Geschichte der Düfte“
SWR 2 Kultur, 30.01. – 03.02.2023, jeweils 09h05 – 10h

„Parfums sind Symphonien und Parfumeure Komponisten. In der Kunst ist die Parfümerie die duftende Nachbarin der wohlklingenden Musik“, bemerkte einst Jean Cocteau. Zu welchen Liedern, Chansons, Songs, Symphonien oder Opernarien regten die Harze und Kräuter der Antike, die Blüten und Früchte des Mittelmeers, die Hölzer und Gewürze des Orients die musikalische Fantasie an? Welche Werke entstanden als Widmung an duftende Persönlichkeiten wie die Königin von Saba, Kleopatra, Louis XIV oder Coco Chanel? Und umgekehrt gefragt: Wie duften Puccinis Cio Cio San oder Tschaikowskys „Pique Dame“, welche Aromen verströmt ein Flamenco oder ein Tango in der Vorstellung der Parfumeure?

Um all diese nie ganz greifbaren, doch gerade deshalb immer schillernden, synästhetischen Abenteuer zwischen Nase und Ohren geht es in dieser Musikwoche, über 5000 Jahre hinweg, über fast alle Erdteile, von Babylon bis nach Buenos Aires, von den Pharaonen bis zu Kate Bush.

1. Von Myrrhe, Weihrauch und Balsam – die Wohlgerüche des Altertums (30.01.)

2. Tausendundein Aroma – die Düfte des Orients und Asiens (31.01.)
3. Vanille, Zimt, Orange und Jasmin – von den Tropen ins Mittelmeer (01.02.)
4. Könige, Romantiker und Synästheten – Streifzüge durch Europas Dufthistorie (02.02.)
5. Von Coco Chanel bis Kate Bush – Parfums der Neuzeit (03.02.)

Der Atem des Himmels – Eine musikalische Geschichte der Düfte (1-5) – SWR2

Die Sendungen sind nach der Ausstrahlung in der SWR-Mediathek abrufbar.

Yma Sumac: „La Flor De Canela“
Quelle: youtube